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  • MTB-Alpenüberquerung

    Freitag, 29. Juli 2011bisSamstag, 6. August 2011

    Vor 10 Jahren bestritten wir unseren 1. Alpencross.
    Zu diesem Jubiläum nehmen wir die gleiche Strecke wie vor 10 Jahren in Angriff.

    Streckenverlauf:
    -Start in Innsbruck – Brenner – Pfunderer Joch
    - Mühlbach (I)
    - St. Vigil – Fanes
    - Cortina
    - Alleghe
    - Roveretto
    - Riva del Garda

    29.7.2011 Tag 1
    Anreise nach Innsbruck um 5 Uhr, Frühstück in der Pension Zillertal, wo ein Fahrzeug geparkt wird.
    In Innsbruck gab es noch leichten Nieselregen, aber bei der Auffahrt nach Igels, vorbei am Bergisel blinzelte die Sonne schon aus den Wolken hervor. Neben der Bobbahn in steilen Serpentinen nahmen wir den Patscherkofel in Angriff. Trotz einheitlichen GPS Track entwickelten die Gruppen einiges an Kreativität, was die Auffahrtsroute betrifft. Trotzdem haben wir uns alle im Schutzhaus getroffen und konnten gemeinsam das letzte Stück zum Gipfel in Anspruch nehmen. Der Lohn dafür war ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Downhill. Die Brenner Autobahn immer im Blickfeld erreichten wir um 18 Uhr unsere Pension Waldheim in Grieß am Brenner.
    Tagesbilanz: 2200 hm, 53 km

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    30.7.2011 Tag 2
    Gleich am zweiten Tag die Königsetappe, aber schön langsam!
    Bei tadellosem Radwetter starten wir in Grieß am Brenner und erklimmen zum Aufwärmen den Brennerpass und wechseln ins schöne Südtirol. Dann geht es gleich zur Sache – das Schlüsseljoch harrt seiner Erklimmung. 900 m knackiger Uphill in traumhafter Bergwelt lassen jede Anstrengung vergessen. Ein Einkehrschwung in die Enzianhütte sorgt für die Auffüllung der Elektrolytdepots. Ein flowiger Downhill entschädigt für die Mühen, ein paar Defekte können uns nicht bremsen. Aber das war nur das Vorspiel. Das Pfundererjoch (1200 hm, 2570 m) verlangt uns alles ab. Vom ersten Meter des Anstiegs weg stellt sich eine Rampe vor uns auf, aber die Helden vom XC Club meistern auch diese Hürde. 2000 m Downhill der Extraklasse runden einen traumhaften Tag ab. Genau deswegen sind wir unterwegs! Unser Etappenziel ist Mühlbach und wir stärken uns gerade mit einer schmackhaften Pizza.
    Tagesbilanz: 2400 hm, 53 km

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    Tag 3: Der “Ruhetag”
    Im schönen Mühlbach beginnt es. Und es beginnt zäh, manche Bikes haben die Anforderungen des Pfundererjochs nicht ganz verdaut, aber mit einiger Verspãtung geht es doch los. Durch das Pustertal Richtung Bruneck, mit dem Ziel, den Kronplatz zu erklimmen. Bedingt durch gewisse Navigationsprobleme und Defekte bilden sich mehrere Gruppen. Zur Erinnerung: Es ist der Ruhetag!
    Über 1000 hm am Stück, das bringt Kraft und Ruhe, keiner sagt mehr etwas. Und unsere Top – Navigierer Andy und Michi finden eine völlig neue Route (und das ohne Navi). Dass sie erst 2 Stunden später am Gipfel ankommen, wird großzügig verziehen. Der Kronplatz bietet ein traumhaftes 360 Grad Panorama, von den Dolomiten bis zu den Zillertaler Alpen, aber auch eine gemütliche Hütte mit einer Kellnerin, die so manchem die Sinne raubt (keine Namen).
    Nach einigen Stunden Ruhe am Gipfel sind dann doch wieder alle 12 XC-Recken vereint und wir können einen der geilsten Downhills aller Zeiten In Angriff nehmen. Der Wandaerweg Nr. 8 bietet für jeden ein Schmankerl, die Bremsen glühen und die Dämpfer rauchen. In der Ruhe liegt die Kraft und so treffen wir glücklich und ausgeruht in St. Vigil ein. Unsere Gastgeberin Alberta erweist sich als wahrer Glücksgriff, aber das ist eine andere Geschichte. Zuletzt müssen wir das Tagesmotto doch noch ãndern – “Ein Tirol!”

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    Tag 4: Fanes – Cortina – Alleghe
    Das Fanes – Hochtal ist eines der schönsten Gebirgstäler der Welt – das konnten wir gleich am
    Beginn des 4. Tages verifizieren. Bei Sonnenschein zeigten sich die Kalkfelsen in allen Farben und Schattierungen. Eigentlich kann man das nicht in Worte fassen, schaut euch einfach die Bilder an. Im modänen Cortina konnten wir erstmals die italienische Gastronomie genießen. Ein paar von uns hatten genug, 8 Mann hoch schraubten sich noch zur Forcella Ambricola (2277 m) hoch. Das Gewitter ständig im Nacken konnten wir uns so richtig einschlämmen. Die berühmten Trails der “Superbike Civetta” hinunter nach Alleghe entschädigten für die Schinderei.

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    Tag 5: Alleghe – Passo Valle – Passo Rolle – Caoria
    Herrliches Wetter motiviert die nunmehr schon müden Glieder die nächsten Berge in Angriff zu nehmen, Das Highlight ist sicher die Auffahrt zum Passo Rolle, die zerklüfteten Dolomitengipfel fast zum Greifen nahe. Für die Freunde von wirklich selektiven Abfahrten ist auch wieder etwas dabei, steinig, steil, morastig und verblockt. Alle kommen heil runter, der Spaßfaktor ist aber unterschiedlich. Wir landen im ländlich gemütlichen Caoria und haben weitere 2700 hm am Konto. Wir können ihn noch nicht sehen, aber er rückt immer näher, der See unserer Träume.

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    Tag 6: Caoria – Passo 5 Croci – Spera – Folgaria
    Durch schöne wasserreiche Täler auf gepflegten Wegen geht es hinauf zum Passo cinque Croci. Der Lohn für die Anstrengung ist ein vorzügliches Mittagessen und eine Führung im Keller des Lokals mit Käse, Salami und anderen Köstlichkeiten. Die folgenden 30 km sind relativ flach, aber es kann auch spannend werden, wenn man mit dem MTB auf die Schnellstraße auffährt. Aber noch nicht genug, der Kaiserjägerweg will erklommen werden. Ein schmales Asphaltband, dass stellenweise in den Fels gemeisselt worden ist. Hinunter nach Bertholdi und über den Passo Sommo nach Folgaria und wieder ist ein Tag geschafft.

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    Tag 7:
    Das Ziel bereits so nahe steigt die Motivation noch einmal. Nach einem gemütlichen Anstieg geht es über knackige Trails und enge Bergstraßen hinunter nach Rovereto. Von hier wären es nur mehr ein paar km zum Lago, aber flach hinrollen, das will niemand von uns. Das große Erlebnis ist es, den Lago aus der Vogelperspektive zu sehen. Also müssen wir noch einmal über 1000 hm hinauf, dann ist es soweit – der See erscheint in seiner vollen Pracht in unserem Blickfeld. Nun gibt es kein Halten mehr, die letzen Trails gehen leicht von der Hand und wir rollen über Nago in Torbole ein. Nach fast 500 km und 15.500 hm haben alle Teilnehmer das Ziel erreicht. Dass das ein Grund zum Feiern ist, dürfte verständlich sein!

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    4 Kommentare für “MTB-Alpenüberquerung”

    1. Michael Lorenz sagt:

      Kräftig durchatmen, mich frisst ebenfalls der neid. Ich werd mir mal ein Frust Bier aufmachen.
      Wünsch Euch allen noch einen schönen Aufenthalt am Gardasee.
      Ps:. einer muss ja unseren Verein in Mank vertreten !!

    2. 9mm sagt:

      Ciao!
      Tolle Tour, tolles Wetter, tolle Gruppe – und anscheinend eine Mordsgaudi. Jedenfalls noch schöne Tage in Bella-Italia.
      Vorige Woche bei meiner Krumau/K-Vendig Tour war ich ja viel auf euren Rom-(Schweiß)-Spuren unterwegs (674km/24Std/4Tage/4429hm).
      Lake Garda wartet schon auf euch !!!
      Arrivederci – Gerhard

    3. max sagt:

      Griaß eich!!
      mich frisst der neid wenn ich mir die fotos anschau! oiso entweder drah i nu a runde oda moch ma a frustbier auf!!
      passts auf eich auf und ned vergessen die speicher immer sorgfältig füllen!!!
      lg max

    4. erwin sagt:

      Hallo Ihr Pedalritter,

      kann leider nicht täglich eure Fahrt verfolgen, da mein PC derzeit defekt ist, denn hätte mich sehr interresiert wie`s euch so geht!!(Schade das ich nicht dabeisein kann)

      PS.: Wolfgang, passe mir bitte auf Robschi gut auf,da er zeitweise immer mit furchtbaren Muskelschmerzen kämpft! (Gutes Hausmittel wäre ein leichtes Weinderl nach einer anstrengenden Auffahrt! Hihihi…)

      Sportlichen Gruß an alle

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